„Nicht die Jahre in unserem Leben zählen,
sondern das Leben in unseren Jahren.“
Abraham Lincoln
Mein künstlerischer Prozess beginnt mit einem bewussten Rückzug nach innen. Seit Jahrzehnten mache ich mich innerlich leer, verzichte bewusst auf mediale Fremdeindrücke jeglicher Art – ebenso auf vergnügungsorientierte Filme oder oberflächliche Unterhaltung. Dieses bewusste Loslassen öffnet mir einen Raum, in dem mein ureigener Ausdruck unberührt von äußeren Einflüssen wachsen und gedeihen kann.
Mein Blick richtet sich nach innen, und aus dieser inneren Stille heraus entstehen Werke von großer Authentizität und tiefgründiger Aussagekraft. Sie spiegeln die verschiedenen Phasen meines Lebens wider, oft mit einem visionären Charakter, der über das Sichtbare hinausweist. Die Wahl der Materialien ist dabei kein Zufall, sondern ein wesentlicher Teil der sinnlichen Erfahrung, die meine Arbeiten lebendig macht. Rauch, Wachs, Öl, Asche, Harze und natürliche Pigmente verweben sich zu einer eigenen Sprache – einer Kunst, die nicht nur das Auge, sondern alle Sinne berührt.
Ein durchgängiges Thema in meinem Schaffen ist die Frau und die Weiblichkeit in all ihren Facetten. Die Wurzeln meiner Kunst liegen in archaischen Bezügen, die sich in Formen wie Dolmen, Megalithen und Venusgöttinnen zeigen. Diese Motive tauchten zunächst unbewusst auf, offenbarten sich mir erst Jahre später, als ich mich intensiv mit den Megalithkulturen von Menorca und Malta auseinandersetzte. Als Kunstmuseumspädagogin zog es mich auf besondere Weise zu diesen Kulturen, die ich voller Freude gemeinsam mit meinen Schüler*innen erforschte und lebendig werden ließ.
Ein weiteres zentrales Thema ist das Feuer – Urkraft und Wandlung zugleich. Es manifestiert sich in meiner experimentellen, forschenden künstlerischen Ausdrucksweise als physische Kunst. Mit Rauch, Wachs, Öl, Asche, Harzen und Naturpigmenten entwickelte ich eine ganz eigene Kunstrichtung, die sich besonders in Kunstseminaren, Kursen, der Kunsttherapie sowie in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen, einschließlich Autist*innen, als äußerst wirkungsvoll erwiesen hat.
Die verschiedenen Stufen dieses kreativen Prozesses bieten einen idealen Einstieg für Anfänger*innen. Die sinnliche Wahrnehmung der Materialien, die Faszination des Feuers, das Malen mit dem Feuerpinsel, der Geruch und das taktile Erlebnis, mit den Fingern zu malen – all das besitzt einen starken therapeutischen Charakter und öffnet Türen zu innerer Heilung und Wachstum.
Begleitend durchlief ich eine Phase abstrakter Formen, inspiriert von Klang, Rhythmus und Naturmustern. Das Arbeiten mit Metall, insbesondere Eisen und Kupferoxid, verlieh meinen Werken eine faszinierende, eigenständige Ausstrahlung – eine Verbindung von Urmaterialien und künstlerischer Vision. Das forschende, spielerische Experiment mit Naturmaterialien führte mich zur Entstehung meiner eigenen „Phyro-Art“ – einer Kunst, in der das Feuer nicht nur Element, sondern lebendiger Partner ist.
9 Jahre ( 2013- 2022) intensiver künstlerischer Arbeit vollbrachte ich in meiner Wahlheimat in der Cote d`Azur/ Provence/ Var-Region. Dort entstanden überwiegend die Werke der Vision der erwachten Frau und die Gesten der Zärtlichkeit. Diese waren auch beeinflusst durch die langen Phase der Coronazeit, worin die Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehung und Nähe in dieser immer kälter werdenden Welt, zum Tragen kam. Ein Ausdruck eines inneren Bogens, der in der Zeit der Trennung durch die Pandemie Verbindung und Heilung sucht. Es entwickelte sich eine eigenständige Öldruck-Technik,
Wie ein roter Faden zieht sich die Kunst durch mein ganzes Leben. Inspiriert durch meine freie, künstlerisch geprägte Schulbildung begann mein Weg mit einem kurzen Kunststudium, gefolgt von einer kunsttherapeutischen Ausbildung und einem Studium zur Kunstlehrerin. Den Abschluss bildete die Ausbildung zur Kunstmuseumspädagogin.
Auf diesem Fundament entstand die Kunst- und Kulturschule Creativa– in enger Zusammenarbeit mit dem Markgräfler Museum und begleitet von Synergien mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern verschiedenster Richtungen. Die lange Reise der Creativa hat hunderte von Kindern und Jugendlichen zu ihrer schöpferischen Quelle geführt und sie trinken lassen aus dem kostbaren „Wasser des Lebens“.
1999 begannen die ersten Kunstkurse im Markgräfler Museum. 2001 wurde die Kunst- und Kulturschule Creativa offiziell unter dem Dach des Museums gegründet. Über 15 Jahre durften die Kinder dort ihre kreative Kraft entfalten und in fremde Ethnologien und Kulturen eintauchen – von Afrika über die Ureinwohner Amerikas bis hin zu den Aborigines Australiens.
Wir ließen Geschichte lebendig werden. Alte Kulturtechniken wurden erfahren und gestaltet, Zeitreisen unternommen. Die Kinder spielten Theater, lauschten Mythen und Märchen, sangen, tanzten und trommelten. Sie machten Feuer mit Stein, mahlten Getreide mit der Hand, backten auf Stein, bauten Pfeil und Bogen, kochten wie die Römer und besuchten Burgen und Museen.
Ein großer Bogen spannte sich von der Entstehung der Erde über die Steinzeit, die Alemannen, Römer bis ins Mittelalter. Das Museum wurde so zu einem lebendigen Entdeckungsort, der mit allen Sinnen erfahrbar war.
In den Ferien konnten die Kinder im Wald Ronja Räubertochter spielen, reiten und auf Hochseilen ihren Mut erproben. Am Rhein bauten sie Flöße, suchten als Piraten und Seemannsbräute nach Schätzen.
Sie tauchten ein in die Kunstwelten von Hundertwasser, Tinguely und Niki de Saint Phalle, bemalten große Leinwände und ließen Skulpturen entstehen.
Mein großes Anliegen und zugleich meine Gabe war und ist es, kreative Räume zu schaffen, in denen Menschen jeden Alters ihre schöpferische Kraft erleben können. Räume, in denen Eigenwirksamkeit nicht nur ein Wort, sondern ein lebendiges Werkzeug wird – ein nährendes Tool, das sie in eine tiefe innere Stille und einen Frieden führt, aus dem heraus sie aus ihrer ureigenen Quelle schöpfen können.
Zu Beginn der Neuzeit begann eine Kulturdämmerung über die westliche Welt zu ziehen. Vor etwa 15 Jahren erkannte ich erschrocken, dass diese Dämmerung längst zur Nacht geworden war: Die einst wärmenden Feuer von Kunst, Kreativität und schöpferischer Freiheit erloschen, gerade als wir ihr Licht am dringendsten brauchten. Die Welt wurde immer kälter. Ich fragte mich, was ich tun kann, um diesem Erlöschen entgegenzuwirken, um neue Funken zu entfachen, die das Feuer der Kunst und Kreativität wieder in den Herzen und in der Bildung lodern lassen. Seit über 25 Jahren schaffe ich lebendige Räume für kreative Entfaltung – doch auch diese Räume wurden immer rarer. So begann ich zu schreiben – zunächst über künstlerische Prozesse und Kunstpädagogik, doch bald weitete sich dieser Strom zu einem philosophischen Grundthema der Menschwerdung aus.
Von 2018 an versank ich für sechs Jahre in diesem Schreibfluss, oft sechs bis zwölf Stunden täglich, ohne Übertreibung. Aus den vielen tausend Seiten kristallisierte sich ein Buch heraus, das 2024 unter dem Titel: Die Geburt des Neuen, das noch keinen Namen hat ... – Der Weg zur schöpferischen Intelligenz, erschienen ist.
Die letzten zwei einhalb Jahre in der Schweiz glichen einer Eremitage, in der ich nochmals tief in innere Prozesse eintauchte. Nun freue ich mich, meine Schaffenskraft in voller Kraft zurück in die Öffentlichkeit zu bringen – mit dieser spannenden Fusion von Kunst und Design, hier im exklusiven Schlosshotel Badenweiler.
Mein Blick richtet sich nach innen, und aus dieser inneren Stille heraus entstehen Werke von großer Authentizität und tiefgründiger Aussagekraft. Sie spiegeln die verschiedenen Phasen meines Lebens wider, oft mit einem visionären Charakter, der über das Sichtbare hinausweist. Die Wahl der Materialien ist dabei kein Zufall, sondern ein wesentlicher Teil der sinnlichen Erfahrung, die meine Arbeiten lebendig macht. Rauch, Wachs, Öl, Asche, Harze und natürliche Pigmente verweben sich zu einer eigenen Sprache – einer Kunst, die nicht nur das Auge, sondern alle Sinne berührt.
Ein durchgängiges Thema in meinem Schaffen ist die Frau und die Weiblichkeit in all ihren Facetten. Die Wurzeln meiner Kunst liegen in archaischen Bezügen, die sich in Formen wie Dolmen, Megalithen und Venusgöttinnen zeigen. Diese Motive tauchten zunächst unbewusst auf, offenbarten sich mir erst Jahre später, als ich mich intensiv mit den Megalithkulturen von Menorca und Malta auseinandersetzte. Als Kunstmuseumspädagogin zog es mich auf besondere Weise zu diesen Kulturen, die ich voller Freude gemeinsam mit meinen Schüler*innen erforschte und lebendig werden ließ.
Ein weiteres zentrales Thema ist das Feuer – Urkraft und Wandlung zugleich. Es manifestiert sich in meiner experimentellen, forschenden künstlerischen Ausdrucksweise als physische Kunst. Mit Rauch, Wachs, Öl, Asche, Harzen und Naturpigmenten entwickelte ich eine ganz eigene Kunstrichtung, die sich besonders in Kunstseminaren, Kursen, der Kunsttherapie sowie in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen, einschließlich Autist*innen, als äußerst wirkungsvoll erwiesen hat.
Die verschiedenen Stufen dieses kreativen Prozesses bieten einen idealen Einstieg für Anfänger*innen. Die sinnliche Wahrnehmung der Materialien, die Faszination des Feuers, das Malen mit dem Feuerpinsel, der Geruch und das taktile Erlebnis, mit den Fingern zu malen – all das besitzt einen starken therapeutischen Charakter und öffnet Türen zu innerer Heilung und Wachstum.
Begleitend durchlief ich eine Phase abstrakter Formen, inspiriert von Klang, Rhythmus und Naturmustern. Das Arbeiten mit Metall, insbesondere Eisen und Kupferoxid, verlieh meinen Werken eine faszinierende, eigenständige Ausstrahlung – eine Verbindung von Urmaterialien und künstlerischer Vision. Das forschende, spielerische Experiment mit Naturmaterialien führte mich zur Entstehung meiner eigenen „Phyro-Art“ – einer Kunst, in der das Feuer nicht nur Element, sondern lebendiger Partner ist.
9 Jahre ( 2013- 2022) intensiver künstlerischer Arbeit vollbrachte ich in meiner Wahlheimat in der Cote d`Azur/ Provence/ Var-Region. Dort entstanden überwiegend die Werke der Vision der erwachten Frau und die Gesten der Zärtlichkeit. Diese waren auch beeinflusst durch die langen Phase der Coronazeit, worin die Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehung und Nähe in dieser immer kälter werdenden Welt, zum Tragen kam. Ein Ausdruck eines inneren Bogens, der in der Zeit der Trennung durch die Pandemie Verbindung und Heilung sucht. Es entwickelte sich eine eigenständige Öldruck-Technik,
Wie ein roter Faden zieht sich die Kunst durch mein ganzes Leben. Inspiriert durch meine freie, künstlerisch geprägte Schulbildung begann mein Weg mit einem kurzen Kunststudium, gefolgt von einer kunsttherapeutischen Ausbildung und einem Studium zur Kunstlehrerin. Den Abschluss bildete die Ausbildung zur Kunstmuseumspädagogin.
Auf diesem Fundament entstand die Kunst- und Kulturschule Creativa– in enger Zusammenarbeit mit dem Markgräfler Museum und begleitet von Synergien mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern verschiedenster Richtungen. Die lange Reise der Creativa hat hunderte von Kindern und Jugendlichen zu ihrer schöpferischen Quelle geführt und sie trinken lassen aus dem kostbaren „Wasser des Lebens“.
1999 begannen die ersten Kunstkurse im Markgräfler Museum. 2001 wurde die Kunst- und Kulturschule Creativa offiziell unter dem Dach des Museums gegründet. Über 15 Jahre durften die Kinder dort ihre kreative Kraft entfalten und in fremde Ethnologien und Kulturen eintauchen – von Afrika über die Ureinwohner Amerikas bis hin zu den Aborigines Australiens.
Wir ließen Geschichte lebendig werden. Alte Kulturtechniken wurden erfahren und gestaltet, Zeitreisen unternommen. Die Kinder spielten Theater, lauschten Mythen und Märchen, sangen, tanzten und trommelten. Sie machten Feuer mit Stein, mahlten Getreide mit der Hand, backten auf Stein, bauten Pfeil und Bogen, kochten wie die Römer und besuchten Burgen und Museen.
Ein großer Bogen spannte sich von der Entstehung der Erde über die Steinzeit, die Alemannen, Römer bis ins Mittelalter. Das Museum wurde so zu einem lebendigen Entdeckungsort, der mit allen Sinnen erfahrbar war.
In den Ferien konnten die Kinder im Wald Ronja Räubertochter spielen, reiten und auf Hochseilen ihren Mut erproben. Am Rhein bauten sie Flöße, suchten als Piraten und Seemannsbräute nach Schätzen.
Sie tauchten ein in die Kunstwelten von Hundertwasser, Tinguely und Niki de Saint Phalle, bemalten große Leinwände und ließen Skulpturen entstehen.
Mein großes Anliegen und zugleich meine Gabe war und ist es, kreative Räume zu schaffen, in denen Menschen jeden Alters ihre schöpferische Kraft erleben können. Räume, in denen Eigenwirksamkeit nicht nur ein Wort, sondern ein lebendiges Werkzeug wird – ein nährendes Tool, das sie in eine tiefe innere Stille und einen Frieden führt, aus dem heraus sie aus ihrer ureigenen Quelle schöpfen können.
Zu Beginn der Neuzeit begann eine Kulturdämmerung über die westliche Welt zu ziehen. Vor etwa 15 Jahren erkannte ich erschrocken, dass diese Dämmerung längst zur Nacht geworden war: Die einst wärmenden Feuer von Kunst, Kreativität und schöpferischer Freiheit erloschen, gerade als wir ihr Licht am dringendsten brauchten. Die Welt wurde immer kälter. Ich fragte mich, was ich tun kann, um diesem Erlöschen entgegenzuwirken, um neue Funken zu entfachen, die das Feuer der Kunst und Kreativität wieder in den Herzen und in der Bildung lodern lassen. Seit über 25 Jahren schaffe ich lebendige Räume für kreative Entfaltung – doch auch diese Räume wurden immer rarer. So begann ich zu schreiben – zunächst über künstlerische Prozesse und Kunstpädagogik, doch bald weitete sich dieser Strom zu einem philosophischen Grundthema der Menschwerdung aus.
Von 2018 an versank ich für sechs Jahre in diesem Schreibfluss, oft sechs bis zwölf Stunden täglich, ohne Übertreibung. Aus den vielen tausend Seiten kristallisierte sich ein Buch heraus, das 2024 unter dem Titel: Die Geburt des Neuen, das noch keinen Namen hat ... – Der Weg zur schöpferischen Intelligenz, erschienen ist.
Die letzten zwei einhalb Jahre in der Schweiz glichen einer Eremitage, in der ich nochmals tief in innere Prozesse eintauchte. Nun freue ich mich, meine Schaffenskraft in voller Kraft zurück in die Öffentlichkeit zu bringen – mit dieser spannenden Fusion von Kunst und Design, hier im exklusiven Schlosshotel Badenweiler.